Berlin, 16.11.2019 – Die Riester-Rente wurde 2002 als private Altersvorsorge zum Ausgleich des sinkenden Niveaus der gesetzlichen Rente eingeführt. Wer einen Teil seines Einkommens in eine Riester-Altersvorsorge investiert, erhält einen staatlichen Zuschuss oder muss weniger Steuern zahlen.

Schon seit vielen Jahren werden aber die hohen Kosten und der Bürokratie-Aufwand in der Versicherungswirtschaft kritisiert.

Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller erklärt fast 20 Jahre nach Einführung der Riester-Rente zur privaten Altersvorsorge „Das Experiment, die zusätzliche Altersvorsorge in die Hände der Versicherungswirtschaft zu übergeben, ist gescheitert“. Verbraucherschützer und selbst konservative Politiker fordern deren Aus. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) ergänzte, Deutschland müsse sich bei der zusätzlichen Altersvorsorge „dringend neu aufstellen“.

Nur ein öffentlich-rechtlich organisiertes Standardprodukt, „das ohne unnötige Kosten und Vermittlungsprovisionen auskommt, leicht verständlich ist und durch langfristige Anlagen am Kapitalmarkt guten Renditen abwirft“, wie auch wir es fordern, kann die negative Entwicklung bei der gesetzlichen Rente abmildern.

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