Holger Balodis & Dagmar HühneTel.: 0221-461527 und 466590 www.vorsorgeluege.de info@vorsorgeluege.de

Vorsorgelüge-Newsletter Nr. 8/2018 vom 12.6.2018

Trauerspiel Medien: Bösartig oder nur unterbelichtet? Wie können wir die Medien aufrütteln? Welche Herkules-Aufgabe da wartet, zeigte das vergangenen Wochenende exemplarisch, mit dem Presseclub im Ersten und einem Kommentar in der hochgeschätzten Süddeutschen Zeitung. Auch diese Leuchttürme des Qualitätsjournalismus offenbarten wieder schier unglaubliches Unwissen in Rentenfragen. Das Ärgerliche: Je öfter Unfug wiederholt wird, desto fester setzt er sich in den Köpfen der Zuschauer fest. So fordert Alexander Hagelüken in der Süddeutschen vom 9./10. Juni einen Aufstand der Jungen, um sich vor künftiger Überforderung zu schützen. Dringend sollten teure Wahlgeschenke für die Rentner wieder einkassiert werden. Zitat: „Die vielen Milliarden, die im Regelfall gut versorgten Senioren von heute zugutekommen, werden später gebraucht.“ Hat Hagelüken etwa noch nichts davon gehört, dass die Durchschnittsrenten nur knapp den Grund-sicherungsbedarf überschreiten und die westdeutschen Frauenrenten im Schnitt sogar deutlich unter dieser Armutsschwelle liegen? Weiß er nicht, dass die Renten im Umlageverfahren funktionieren, dass also bis auf eine schmale Reserve alle Einnahmen noch im selben Jahr ausgegeben werden. Gesparte Milliarden können somit nicht im Sparstrumpf auf die Rentner von morgen warten.

Gebündelte Ahnungslosigkeit offenbarte sich auch im ARD-Presseclub dem TV-Publikum. Gleich zu Beginn verkündete Moderator Jörg Schönenborn, die GroKo steuere mit Vollgas in eine Kostenexplosion der Renten und die junge Generation müsse dafür die Zeche zahlen. Und kein einziger und keine einzige seiner geladenen Fachjournalisten stellte die These von der angeblichen Überlastung der Jungen in Frage. Alle beteten fromm die Notwendigkeit des von Gerhard Schröder und Walter Riester installierten Drei-Säulen-Modells nach. Eine Rückkehr zu einer lebensstan-dardsichernden Rente alter Prägung? Vollkommen unmöglich, weil viel zu teuer und nicht finanzierbar für die Jungen! Nur zur Klarstellung: Die zweite und dritte Säule, also die über Lebensversicherungen organisierten neuen Betriebsrenten und die Riester-Rente erleben derzeit ein gewaltiges Kosten- und Renditedesaster. Das Drei-Säulen-Modell sorgt nachweislich erst für deutlich höhere Gesamtbeiträge und später für eine schlechtere Gesamtversorgung als eine starke gesetzliche Rente. Die Haupt-leidtragenden dieses Unfugs sind übrigens die Jungen von heute. Also jene Gruppe, die man angeblich vor Überlastung bewahren will. Die einzigen Gewinner des Drei-Säulen-Modells sind die Arbeitgeber sowie Allianz & Co. Von all dem wissen die Ex-perten offenbar nichts. Sie pflegen stattdessen den unsäglichen Vergleich vom Kampf Jung gegen Alt und keiner der Pressclub-Diskutanten kommt auf die naheliegende Idee, zur Finanzierung der Rente auch jene heranzuziehen, die bislang nichts beitragen: Freiberufler, Selbstständige und Beamte. Ein Trauerspiel.

Holger Balodis und Dagmar Hühne: Die große Rentenlüge – Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist, Westend Verlag, 208 Sei-ten, 18 Euro (ISBN 978-3-864889-177-9)

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Abendzeitung München 19 Jan 2018

„Propagandakrieg“um die Rente AZ-Interview mit Holger Balodis Der Experte für Altersvorsorge berichtete über 20 Jahre als Autor u.a. für die ARD-Magazine „plus-minus und „Monitor“„Bemerkenswert war Schröders Beziehung zu Carsten Maschmeyer“

Im AZ-Interview erklärt ein Experte, wie Lobbyisten Alt gegen Jung ausspielen, wie die Politik die Altersversorgung über die Jahre hinweg zerstört hat und warum höhere Renten möglich wären

AZ: Herr Balodis, die Regierungen in Argentinien und Griechenland haben vor kurzemangekündigt, die Renten drastisch kürzen zu wollen. Die Rentner hierzulande erhalten drei Prozent mehr. Jetzt kritisieren Sie das deutsche Rentensystem – ist das nicht Jammern auf hohem Niveau?
HOLGER BALODIS: Die deutschen Renten ha-ben seit der Wiedervereinigung um mehr als ein Drittel an Wert verloren und die Durch-schnittsrente liegt nur hauchdünn über der Grundsicherungsgrenze, also der Sozialhilfe für Rentner. Ein hohes Niveau sehe ich in Deutschland nur bei der Beamtenversorgung. Wir sollten uns in der Rente kein Beispiel an Krisenländern nehmen. Die Rentenanpassung von rund drei Prozent in diesem Jahr ist gut und richtig, aber angesichts der kümmerlichen Ausgangslage letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Mit der Einführung der Riester-Rente unter Kanzler Gerhard Schröder ging es Ihrer Meinung nach mit der gesetzlichen Rente bergab. Wieso?
Die Verschlechterungen der gesetzlichen Rente begannen schon ein Jahrzehnt eher, aber mit der Riester-Rente setzte erstmals eine Regierung ein fatales Signal: Ihr müsst Euch privat absichern, mit der Rente geht es bergab.

War das ökonomisch überhaupt zwingend?
Keinesfalls. Man hat seinerzeit bewusst die Rente zuerst schlecht geredet und dann de- montiert, um die Notwendigkeit der Riester-Rente zu begründen. So wurde ein ganzes Volk in die Fänge der Finanzwirtschaft getrieben. Warum wurde von der damaligen rot-grünen Koalition eine jahrzehntelang ökonomisch machbare und erfolgreiche Rentenpolitik aufgegeben?Erstens war es eine Zeit, in der die Privatisierer und Modernisierer die Oberhand hatten, da kam die private Vorsorge als neuer Rentenbaustein gerade recht. Zweitens stand die Sozialversicherung damals allgemein am Pran-ger.

Angeblich waren die hohen Sozialbeiträge Schuld an der Arbeitslosigkeit.
Dabei war es genau andersrum: Die hohe Ar-beitslosigkeit als Folge des Zusammenbruchs der ostdeutschen Wirtschaft wurde über die Sozialkassen finanziert und führte zu hohen Beiträgen. Drittens wurde die demografische Entwicklung zum Totschlagsargument gegen die Rente stilisiert. Die Entwicklung zu mehr und länger lebenden Alten und weniger Kindern würde zum Zusammenbruch der Rentenkasse führen. Eine falsche Analyse, weil die Wirkungen der Produktivitätssteigerungen verkannt werden und vollkommen ungewiss ist, ob die Anzahl der Beschäftigten sinken wird.

Die rot-grüne Regierung war dennoch zum Rentenumbau wild entschlossen.
Bemerkenswert waren damals persönliche Beziehungen zwischen Gerhard Schröder und weiteren Politikern zum Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer in Rahmen der Hanno-ver-Connection. Es waren dies die Jahre, in denen die SPD die großzügigsten Zuwendungen in Form von Parteispenden aus der Finanzwirtschaft erhielt.

Die Renten steigen auf lange Sicht viel lang-samer als die Löhne, ohne private Vorsorge geht heute nichts mehr. Profitiert davon nur die Versicherungswirtschaft?
Bei uns hat sich die Finanzwirtschaft durchge-setzt, nicht nur mit der Riester Rente, auch bei den neuen Betriebsrenten. Sie sind eine zusätzliche kapitalabhängige Vorsorge. Organisiert wird sie in der Regel von denselben Konzernen, die Riester- und Rürup-Renten verkaufen – also von Allianz & Co.

Die für gute Renten erforderlichen Steigerun-gen beim Beitragssatz seien nicht zumutbar, heißt es oft in der Politik. Wieso sind das Ihrer Meinung nach Fake News?
Es ist eine Rentenlüge, wenn gesagt wird: Hö-here Renten würden die junge Generation überfordern und seien damit nicht finanzier-bar. Das Gegenteil ist richtig. Es ist das als alternativlos gepriesene Drei-Säulen-Modell, das neben die gesetzliche Rente mit der Riester-Rente und der Betriebsrente noch zwei teure private Säulen stellt, was für eine Überforderung der Jungen sorgt.

Spielen Lobbyisten hier Alt gegen Jung aus?
Eindeutig ja. Dieses miese Spiel wird seit über 20 Jahren inszeniert und leider fallen noch immer viele darauf herein. Dabei müsste es Reich gegen Arm heißen. Es sind vor allem die Spitzenverdiener, die sich erfolgreich um die Finanzierung der Renten herumdrücken.

Sie sprechen von einem „Propagandakrieg gegen mächtige Gegner“. Gegen wen müssen sich die Rentner wehren?
Vor allem gegen die Finanzwirtschaft: Das Geschäft mit privater Vorsorge brummt. Nun wollen uns Propagandatruppen wie die Initia-tive Neue Soziale Marktwirtschaft einreden, das sei in unser aller Interesse. Das ist blanker Unfug.

Braucht es mehr Proteste, gar einen Aufstand der Rentner?
Es braucht einen Aufstand der Jungen. Denn um deren Alterssicherung geht es ja. Es sind die jungen Leute, denen später Altersarmut droht, wenn sich nicht bald etwas ändert.

Sie fordern einen radikalen Kurswechsel in der Altersversorgung und mehr Geld für Rentner. Wie soll das gehen?
Es wäre möglich und notwendig, die Renten um ein Drittel anzuheben. Die wichtigsten Maßnahmen wären erstens: Alle sollen ein-zahlen, Beamte, Selbstständige, Freiberufler, Politiker, Spitzenmanager. Zudem müssen die Beiträge angehoben werden. Nur wenn mehr eingezahlt wird, können auch höhere Renten fließen.

Dann wird’s aber für die Arbeitnehmer teurer.
Nein, denn Riester-Rente und Einzahlungen in Betriebsrenten können wegfallen. Und drit-tens muss der Staat mehr tun: Der Bund zahlt viel zu wenig in die Rentenkasse.

Ihrer Meinung nach sollte die Rente mit dem Umlageverfahren finanziert werden. Wie soll dieser abstrakt klingende Begriff die gesetzliche Vorsorge retten?
Die Einnahmen eines Jahres werden unmittelbar für Rentenzahlungen umgelegt. Damit muss, abgesehen von einer kleinen Reserve, kein Geld angelegt werden.

Welche Vorteile hat das?
Das System ist inflationssicher, es kann kein Geld in Finanz- und Wirtschaftskrisen verlorengehen und es ist preiswert. Die gesetzliche Rente funktioniert mit Kosten von rund 1,4 Prozent. Anders bei der privaten Vorsorge: Hier werden oft 15 bis 20 Prozent der Einzahlungen für Kosten verbraucht.

Sie sagen, ausgerechnet Österreich könne als Vorbild dienen. Was kann die Politik beim Thema Rente von den Nachbarn lernen?
Frauen bekommen dort im Schnitt rund 500 Euro mehr Rente, Männer fast 1000 Euro mehr. Wir können lernen, dass eine Einbezie-hung aller Erwerbstätigen praktisch funktioniert und dass mehr Geld ins System muss. Österreich gibt rund 14 Prozent des Sozialprodukts für Alterssicherung aus – Deutschland nur zehn. Wir müssen uns entscheiden, was uns gute Renten wert sind.

Eine GroKo könnte bald stehen. Welche Folgen hätte eine schwarz-rote Neuauflage für die Millionen Rentner?
Ich befürchte in der Rente ein „Weiter so”. Geplant ist weder, das Rentenniveau anzuheben, noch eine echte Mindestrente für alle Kleinverdiener einzuführen, die lange Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Mit anderen Worten: Es bleibt so schlecht, wie es ist. Wir brauchen aber deutliche Verbesserungen.

Interview: Otto Zellmer

Professor Dr. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz, Campus Remagen erklärt, warum Not im Rentenalter längst keine Randerscheinung ist.

Viel Arbeit, wenig Rente – die Fakten in Kürze

Ein klassisches Beispiel:
Eine alleinstehende, kinderlose Krankenpflegerin, die ohne Unterbrechung 45 Jahre lang zum derzeit gültigen gesetzlichen Pflegemindestlohn von 10,55 Euro arbeitet, erwirtschaftet einen Rentenanspruch von 782 Euro. Damit liegt sie unter der von der Bundesregierung definierten Grenze der Altersarmut (804 Euro). Um eine Rente oberhalb des Grundsicherungs-Niveaus zu erhalten, wäre aktuell ein Stundenlohn von 11,85 Euro erforderlich. (Quelle: Bundesregierung)

Mindestlohn in Zahlen:
Der aktuelle gesetzliche Mindestlohn in Deutschland (brutto) liegt bei 8,84 Euro. Ab 2019 steigt er auf 9,19 Euro, ab 2020 auf 9,35 Euro pro Stunde.

Auch in diesen Berufen rutscht man später in die Altersarmut:

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Die neue Betriebsrente soll mehr Beschäftigten im Alter ein Zusatzplus bringen. Die ersten Versicherer gehen mit neuen Modellen an den Start. Das ist jedoch nur ein erster Schritt.

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